Gemischte Wanderfahrt
nach Amsterdam
12.09. - 17.09.2001
Bericht und Fahrtenleiterin, Silke Wriedt
Mittwoch, 12.09.2001
Pünktlich um 6:15 Uhr trafen sich alle Teilnehmer auf dem Bahnhof Eutin um mit
dem Zug
6:29 Uhr
in Richtung Lübeck, weiter über Hamburg, Osnabrück, Bad Bentheim nach Amsterdam
CS zu fahren. Die Zugfahrt und auch das Umsteigen mit dem vielen Gepäck verlief
planmäßig. Um 13:49 Uhr lief der Zug mit der Warnung vor Taschendieben in der
Centraal Station ein. Henneke Schenk von der
Roevereeniging Willem III holte uns ab, und zu unserer Überraschung warteten
2 Wassertaxis direkt vor dem Bahnhof auf uns, um uns zu dem an der Amstel
gelegenen Ruderverein zu bringen. Netterweise machten die Schiffsführer gleich
eine Grachtenrundfahrt mit uns, so dass wir einen ersten Eindruck von Amsterdam
bekamen. Willem III präsentierte sich teilweise renoviert (Sanitärräume Damen)
und mit neuen, längeren Betten (2,20m!), was besonders Ina und Hans Ullrich
freute. Unsere 7 Männer schliefen im Fitnessraum. 9 Ergometer hochkant stellen,
Betten hineinschieben und schon war der gemütliche Schlafsaal fertig. An der Tür
prangte ein Schild mit dem Hinweis:
De Fitness‑ruimte is tot 17. September niet te gebruiken!
Gemeinsames Kaffeetrinken, Einkaufen für den nächsten Tag und am Abend aßen wir
im Ruderverein ‑ hier wird jeden Mittwoch ehrenamtlich gekocht ‑. Es gab ein
fröhliches Wiedersehen mit unseren rudernden Opernfreunden, die sich über unser
Gastgeschenk - 4,4 kg Rote Grütze- amüsierten und freuten. Es wurde gleich eine
Grützenparty geplant. Außerdem meldete sich Paul, der im nächsten Jahr unbedingt
mit einer Gruppe junger Ruderer die Sommeroper in Eutin besuchen möchte und auch
rudern will. Um 22:00 Uhr beschlossen wir den Abend.
Donnerstag, 13.09.
08.00 Uhr Frühstück - den Brötchenservice übernahmen die Männer den
Küchenservice die Frauen. 9:00 Uhr "an die Booten''. 4 Wherries -Doppelzweier
mit 2 Steuerleuten- standen zur Verfügung. Kommentar: Die haben ja richtige
Kuschelplätze in den Booten. Punkt 9:30 Uhr ging es auf der Amsel in Richtung
Ouderkerk bei -es war nach der stürmischen, regnerischen Nacht nicht zu glauben-
Sonnenschein.. Wir ruderten an einem Rembrandt Standbild, am Banpaal, an der
Windmühle „de Zwaan“ und an schmucken Bauernhäusern vorbei. In Ouderkerk
ruderten wir durch die erste niedrige Brücke, der "Korte Brug" in die "Bullewijk“,
es folgten "Abcouder Mer", "Holendrecht". In Abcoude machten wir bei dem
Restaurant "Eendracht"' Rast, die extrem niedrige Brücke durchfuhren wir wegen
eines Versehens zweimal. Weiter ging es durch die schmale Durchfahrt von Abcoude,
die wir paddelnd zurücklegten und uns an den herrlichen Hortensien erfreuten.
Dann die Flüsse "Gein", "Gasp" und "Weespertrekvaart" mit vielen Brücken. Am
abenteuerlichsten war die kleine Eisenbahnbrücke bei Driemond: ein kleines Stück
über unseren Köpfen donnerte sichtbar der Zug über die Bürcke. Manche hatten nur
einen Gedanken hoffentlich benutzt nicht gerade jetzt jemand das WC. Nach rund
30 km erreichten wir das Gebäude von Delta Lloyd und waren nach zwei kleinen
Regenschauern am Nachmittag dann bald am Verein. Kaffee in der "Schlafkammer"
mit selbstgebackenem Kuchen aus Eutin, Essen beim Italiener unweit des RV und
vor dem Schlafengehen den einen oder anderen Schluck aus unserer gutsortierten
Bar!
10 Uhr Bettruhe.
Freitag, 14.09.
8:30 Uhr Frühstück, gleiche Boote wie am Vortag, 9:30 Uhr „an die Boote“, um
10:00 Uhr kam Henk, der uns durch die Grachten coachen sollte. Zunächst fuhren
wir auf die Amstel, dann in die Grachten zum Oosterdok mit dem VOC-Schiff
"Amsterdam" und "Nemo" und wieder zurück in die Grachten Amsterdams. Enge
Brücken, Massen an Rundfahrtschiffen und aus Seitengrachten schießende Boote
wurden zur Herausforderung für die Steuerleute. Auch ein Beinahezusammenstoß mit
einem Touristendampfer, die Rundfahrt-Kapitäne verhalten sich oft wie Piraten,
konnte unsere Begeisterung für diese Stadt nicht schmälern. Zur Mittagsrast
legten wir Glockenschlag 12:00 Uhr am Cafe de Jaren an. Es begannen die
Gedenkminuten für die Opfer des Terroranschlages und Stille senkte sich über die
Großstadt. Eine Weile brauchten auch wir, um dann wieder mit den Gedanken beim
Rudersport zu sein. Zurück ruderten wir durch verschiedene Grachten und Amstel
zum RV zurück, wo die Boote für eine nationale Nachtfahrt der holländischen
Vereine benötigt wurden. Treffpunkt zwar Willem III. - Kaffeetrinken mit Henk,
Einkaufen, Abendessen bei Franco, einem Kroaten: lecker, reichlich und alles
sehr lustig.
Sonnabend, 15.9.
9:00 Uhr Frühstück. Wir fuhren mit der Linie 25 mit
Strippencard
bis zur Centraal Station. Dort teilten wir uns in einzelne Grüppchen auf und
stürzten uns ins Getümmel: Dam mit Nationalmonument, Königspalast, Westerkerk,
Anne-Frank-Haus, Schifffahrtsmuseum. Technikmuseum Nemo und letztlich die
Einkaufsstraßen, Rokin, Kalverstraat und Spiegelgracht. Um 17:00 Uhr trafen wir
uns am Münzturm um anschließend in einem lauten, fröhlichen Lokal Pfannkuchen zu
essen. Nach dem Essen schlenderten wir in Richtung Rederij Lovers, Prins
Hendrikkade wo wir eine Candlelight Cruise gebucht hatten. Von 21.00 23:00 Uhr
bei Wein, Käse, Saft und Selters satt genossen wir das beleuchtete Amsterdam.
Draußen regnete es stark. Die Stimmung an Bord war sehr gut, noch besser wurde
sie bei der Heimfahrt mit der Straßenbahn.
Sonntag, 16.9.
Spätes Frühstück um 10:00 Uhr, heute standen die Museen (Riks-, van Gogh, usw.)
auf dem Programm. und all die herrlichen Werke reichten uns für den Tag. Kleine
Kaffeepause im Verein und Abschiedsessen mit Hanneke beim Kroaten. Einen
Absacker gab es noch bei "den Mädels".
Montag, 17.9.
Frühstück 7:30 Uhr, aufräumen, putzen, um 9:00Uhr kamen unsere Taxis. Die
Heimfahrt war nicht so ganz planmäßig, da wegen einer Bombendrohung in Köln die
Züge ab Osnabrück Verspätung hatten. Es fügte sich aber alles gut und um 18:29
Uhr erreichten wir Eutin. Hier wurde uns von den Daheimgebliebenen Annemarie,
Wiebke, Claus, Jürgen und natürlich Alex im Vereinsheim eine schöner Empfang mit
Sekt und Gulaschsuppe bereitet.
Es hat Freude bereitet, bis
zum nächsten Mal!
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