Ruderwanderfahrt der Damen (Schwerin - 24. - 26. Mai 2002)

von Silke Wriedt

 

Fahrtleiterin: Elfriede Gade

 

Teilnehmer:

 

Elke Bösche, Ingrid David, Gina Fuchs, Ingemarie Hanssen, Gaby Knievel, Edda Krostitz,

Ina Maeder, Wiebke Noel, Katja Schewe, Irmgard Stummer, Silke Wriedt

 

Freitag

 

Unsere Fahrtleiterin Elfriede hatte als Treffpunkt 18:00 Uhr - Schweriner Rudergesel1scnaft- von.1874/1875 angegeben.Das reizvolle Ziel sorgte dafür, dass fast alle Teilnehmerinnen schon vormittags in Schwerin eintrafen. Marianne Blankenberg von der Schweriner Rudergesellschaft nahm uns in Empfang und die für einen Verein komfortablen vier Doppelzimmer und ein Vierbettzimmer wurden schnell belegt. Einige von uns erinnerten sich mit Vergnügen an das Massenquartier im großen Saal, wo im Rahmen der gemischten Fahrt 1991 übernachtet wurde! - In verschiedenen Grüppchen ging es dann in die Stadt: einige besuchten das Museum und den Dom, andere genossen die wunderschön restaurierte Altstadt und verweilten sich in der Orangerie des Schlosses. Unsere „Youngsters" Katja und Wiebke machten natürlich einen ausführlichen Einkaufsbummel und stürmten atemlos aber zufrieden um 18:30 Uhr in die RG. Für 19:00 Uhr hatte Elfriede im Kartoffel-Haus an der Puschkin-Passage einen Tisch reserviert. Nach dem gemütlichen Abendessen gab es auf der Terrasse der RG noch einen Absacker aus der Grabbeltasche.

 

Sonnabend

 

8:00 Uhr Frühstück im Verein, zubereitet von den Ruderkameraden Francke, Lunchpakete in Empfang nehmen und um 9:00 Uhr an die Boote. Gerd B. teilte uns die Boote zu (Grünau, Dassow und Müritz) und half uns, alles ordentlich zu Wasser zu bringen. Marianne begleitete uns den Tag über, was uns die nötige Sicherheit auf dem großen See vermittelte. Wir ruderten bei gutem Wetter mit leichtem Wind fast bis zur Insel Lieps, kehrten vorher um, da es sich bezog und aufbriste. Die Rücktour ging über den Ziegel- und Heidensee, mit 2 Pausen.

 

Bei der Nachmittagsrast am Ziegelsee steuerte uns ein Zweier ohne an: Gerd kam mit seinem Enkel Steffen vorbei. - Kurz vor Schwerin entdeckten wir dann einen Ausflugsdampfer auf dessen Deck der gesamte Eutiner Kirchenvorstand mit Pastor Tamchina saß. „Hallo Eutin“ schallte es fröhlich über den See. Nach 28 km ( gefühlte 40 !) kamen wir gegen 18 Uhr bei der RG an. Familie Blankenburg half uns, schnell die Boote zu verstauen. Es wurde etwas eng und platsch ----wir hatten eine Bademaus, die ihr unfreiwilliges Bad mit Humor nahm. Auf der Terrasse mit herrlichem Schlossblick spendierte uns Ingemarie erst einmal Sekt, was unsere gute Laune verstärkte. Zu um 2o Uhr war der Tisch im Kleinen Mecklenburger Gasthaus bestellt. Hier dauerte alles lange, dafür trampelten die Schlaraffen über unseren Köpfen herum. Sehr müde fielen wir alle in die Kojen.

 

Sonntag

 

8:00 Uhr Frühstück, 9:00 Uhr an die Boote, alles wie Vortag, wir ruderten nach Zippendorf, von dort zur Insel Kaninchenwerder, wo wir eine ausführliche Mückenrast machten. Das Anlegen in dem kleinen Sportboothafen war nicht so ganz einfach, und ein Pfahl bescherte dem empfindlichen Holzschalenboot Dassow einen Riss. Die Taperolle war natürlich im Verein geblieben, so dass wir den Schaden mit vielen kleinen Pflastern von Ina provisorisch behoben. Edda beabsichtigte, das Boot gleich zu reparieren, und wir machten uns deshalb auf den Rückweg. Ein Telefonat mit dem Schweriner Bootswart ergab, dass dieser selbst reparieren wollte. Ein Karton Marzipan und eine kleine Teilnehmerumlage versüßten ihm die Mühe. (Am Dienstag bereits war der Schaden Vergangenheit.)

 

Nachdem wir die Boote gründlich von innen und außen gereinigt hatten, hieß es: packen und Abschlusskaffeetafel zu der wir die Blankenburgs eingeladen hatten. Das Ehepaar Francke hatte liebevoll gedeckt, und Elfriede bedankte sich im Namen der Teilnehmer für die gute und herzliche Betreuung. Als wir so auf der Terrasse in der Sonne mit Rhabarberkuchen und viel Schlagsahne saßen- die Turmspitzen des Schlosses funkelten golden- da fiel mir ein Artikel über den Rudersport in einem großen Magazin ein. Die Überschrift lautete:

 

RUDERN  -        Sport und Lebenskunst

 

Vielen Dank, liebe Elfriede!